Lösungswege bei PTDBS?


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Lösungswege bei PTBS?

Gedanken zu Soldat und Erlebnis,
zu Familien und Zukunft



Es wird in diesem Beitrag unter anderem in Frage gestellt, ob die Posttraumatische Belastungsstörung, nach der WHO deklarierten ICD-10 F43.1, überhaupt existent ist und am Ende wird eine Variante aufgezeigt, welche die Zusammenhänge über eine Posttraumatische Belastungsstörung versuchen zu erklären. Wir stellen unter anderem einen Lösungsansatz gegen das so genannte Posttraumatische Belastungsstörung vor.

Um was geht es genau?
Es geht um das sogenannte ∞
"Posttraumatic Stress Disorder"

In Deutsch als Posttraumatische Belastungsstörung bekannt.

Unter der WHO Listung ∞
F40 - F48 ist die so genannte Neurotische, Belastungs- und Somatoforme Störungen gelistet

In der weiteren Aufteilung innerhalb der Liste finden wir unter Punkt F43.1 = F43.1 die
Posttraumatische Belastungsstörung.

Diese entsteht als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.

Prädisponierende Faktoren wie bestimmte, z.B. zwanghafte oder asthenische Persönlichkeitszüge oder neurotische Krankheiten in der Vorgeschichte können die Schwelle für die Entwicklung dieses Syndroms senken und seinen Verlauf erschweren, aber die letztgenannten Faktoren sind weder notwendig noch ausreichend, um das Auftreten der Störung zu erklären.

Typische Merkmale sind das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks), Träumen oder Albträumen, die vor dem Hintergrund eines andauernden Gefühls von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit auftreten.

Ferner finden sich Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit der Umgebung gegenüber, Freudlosigkeit sowie Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten.

Meist tritt ein Zustand von vegetativer Übererregtheit mit Vigilanzsteigerung, einer übermäßigen Schreckhaftigkeit und Schlafstörung auf. Angst und Depression sind häufig mit den genannten Symptomen und Merkmalen assoziiert und Suizidgedanken sind nicht selten.

Der Beginn folgt dem Trauma mit einer Latenz, die wenige Wochen bis Monate dauern kann. Der Verlauf ist wechselhaft, in der Mehrzahl der Fälle kann jedoch eine Heilung erwartet werden. In wenigen Fällen nimmt die Störung über viele Jahre einen chronischen Verlauf und geht dann in eine andauernde Persönlichkeitsänderung (F62.0) über.

> F60-F69 ∞
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung

Eine andauernde, wenigstens über zwei Jahre bestehende Persönlichkeitsänderung kann einer Belastung katastrophalen Ausmaßes folgen. Die Belastung muss extrem sein, dass die ∞
Vulnerabilität der betreffenden Person als Erklärung für die tief greifende Auswirkung auf die Persönlichkeit nicht in Erwägung gezogen werden muss.

Die Störung ist durch eine feindliche oder misstrauische Haltung gegenüber der Welt, durch sozialen Rückzug, Gefühle der Leere oder Hoffnungslosigkeit, ein chronisches Gefühl der Anspannung wie bei ständigem Bedrohtsein und Entfremdungsgefühl, gekennzeichnet. Eine posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) kann dieser Form der Persönlichkeitsänderung vorausgegangen sein.

Persönlichkeitsänderungen nach:

andauerndem Ausgesetztsein lebensbedrohlicher Situationen, etwa als Opfer von Terrorismus

andauernder Gefangenschaft mit unmittelbarer Todesgefahr

Folter

Katastrophen

Konzentrationslagererfahrungen

interview autisirius militär schweden
Musst du erst Bügeln, Kartoffel schälen, kehren, Schuhe putzen
bei deiner Einheit lernen, oder hat Dich Dein Elternhaus schon gelehrt?
Många potatisar skalas och stora mängder mat tillagas när Svenska
Lottakåren håller grundkurs Fältkock i Karlskrona. Anna Noren - Forsvarsmakten



Wenn wir die Erklärungen des WHO-Kataloges lesen, dann sollte uns nicht entgehen, dass folgende Wortwahl benutzt wird:

-> muss nicht sein, kann aber...
-> es könnte, es sollte...
-> es muss... voraus gegangen sein...
-> ...muss nicht zwingend voraus gegangen sein....
-> kann andauern...
-> heilbar... nicht heilbar ect.

Wenn eine weltweit agierende Behörde einen Katalog erstellt mit so genannten Krankheiten und Behinderungen, dann ist als Betroffener und auch als Arzt zu erwarten, dass die unter den Listen aufgeführten Erklärungen über diese Krankheiten und Behinderungen präzise Angaben getätigt werden.

Schlussendlich soll der Katalog auch dem Arzt eine Unterstützung sein, damit dieser nicht im Dunkeln stochern muss, was denn sein Patient eventuell haben könnte.

Vorab eine vereinfachte Erklärung zur WHO:

Nehmen wir an, Sie sind Firmeninhaber. Sie haben die Chance sämtliche internationalen Gesundheitsämter unter Ihre Fittiche zu nehmen. An diesen Ämtern sind lokal ansässige Kliniken und Arztpraxen angeschlossen.

Sie nehmen Ihre Chance wahr und organisieren auf allen Kontinenten dieser Erde dieses Gesundheitsangebot. Ihr Unternehmen mutiert zu einem weltweit wichtig genommenen Organ. Parallel schliessen Sie sich mit dem international agierenden Dachverband sämtlicher Pharmaindustrien zusammen, dem „
International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations“.

Da es bestimmte Gesetzesvorgaben in diversen Nationen gibt, können Sie die von Ihrem Partner der Pharmaindustrie erfundenen Medikationen nicht direkt am humanen Material austesten. Schon gar nicht psychische Reaktionen, welche in oder nach realen Situationen entstehen (könnten) und die mit Hilfe der Produkte Ihres Partnerbetrieben gesteuert werden könnten.

Doch Sie haben ja noch das Militär neben sich, welches sehr interessiert daran ist, dass die hauseigenen Kampfstoffe auch bei Bedarf funktionieren.

Denn merke:
Psychopharmaka ist ein Ding für sich und macht abhängig!

Es gibt eine kleine mathematische Rechnung:

1 (Sie, also Ihr Unternehmen)
+
1 (die Pharmaindustrie)
+
1 (das Militär)

= wie viele Soldaten würden Sie nun für einen breit angelegten Feldversuch um einen gut gefüllten Geldbeutel zu erhalten losschicken?

Feldversuche - genehmigt von der Politik

Wenn die von Ihnen, respektive von der Politik losgeschickten Soldaten noch in ihrem Einsatzort im Kampf sind, schreiben Sie und Ihr Team eine vage Beschreibung dessen nieder, was der eine oder andere Soldat als psychische Beeinträchtigung mit nach Hause bringen könnte.

Dieser Beschreibung kleben Sie ein Etikett mit einer Bezeichnung in der entsprechenden Rubrik Ihrer weltweit geltenden Liste. Fertig ist das Gebäude, an dem sich jeder klammern kann. Vorwiegend die Industrie der Psychopharmaka und selbstverständlich Ihr eigenes Bankkonto.

Bei Soldaten heisst es PTBS, bei Flüchtlingen, wo möglich Ihrem Nachbar, nennen sie es:

[...] die Betroffenen sind ∞
psychisch traumatisiert. [...]

Drängt sich hier nicht die Frage auf, ob beide, ein Mensch, der als Zivilist Kriegserlebnisse erlebte und ein Soldat, der auch Kriegserlebnisse erlebte, nicht auf einer Ebene stehen?

Psychologisch betrachtet.

flutlicht1
Mitten im Niemandsland.
Licht für nächtliche Aktivitäten von Flugzeug und Helikopter


Aus dem Artikel *Trauma* einen Textauszug:

Kriegstraumata und Kriegstraumakinder

[...]
Traumatisierungen durch Kriegserlebnisse (Kriegstraumata) stellen das zweithöchste Risiko dar, eine posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln.

Neben den direkten Kriegseinwirkungen (z. B. Bombardierung, körperliche Verletzungen) tragen insbesondere auch die Folgeerscheinungen des Krieges (z. B. Trennungen von Familien und Bezugspersonen, Heimatverlust, Mangelernährung, Armutsverfall) zur Ausbildung von traumabedingten Folgestörungen bei.

Neben Soldaten im Fronteinsatz stellen insbesondere Kinder aufgrund ihrer altersbedingten höheren Vulnerabilität eine Risikogruppe bezüglich der Ausbildung traumabedingter Folgestörungen dar. Allerdings finden die Bedürfnisse und Nöte der Kinder in den Kriegswirren oft keine Beachtung, da die Aufmerksamkeit bei der Einsatzfähigkeit der Soldaten und deren Symptomatik liegt.

Die Langzeitfolgen von Kriegstraumatisierungen in der Kindheit können sich auch erst ab dem 60. Lebensjahr als PTBS-Spätmanifestation zeigen, wenn der Alterungsprozess zusätzliche Belastungen (z. B. Berentung, Kinder verlassen das Haus, Tod des Lebenspartners) mit sich bringt.

Noch im 21. Jahrhundert wird Psychotherapie für
Kriegstraumakinder des Zweiten Weltkriegs gesucht und angeboten. Selbst auf die Nachfolgegeneration (unbewusst) weitergegebene Kriegstraumata wurden festgestellt.
[...]

Wo gibt es eine Langzeitstudie von unabhängigen Institutionen, die solche Ergebnisse, die wir oben lesen, untermauern könnten?

Es müssten nun Tausende - ob Kind oder Erwachsener - auf dieser Erde herum laufen, welche die vage beschriebenen Symptome eines Posttraumatischen Belastungssyndrom leben. Es gäbe nichts anderes mehr auf dieser Welt.

Das alles als Abriss des Themas nur vorab zur Erklärung auf welcher Basis der nachfolgende Gedanke aufgebaut ist.

Kriege gab es seit Menschen auf diesem Planeten leben. Wenn wir uns nun nur nach der ∞
WHO richten würden, wären ganze native Stämme, komplette Ethnien schon alleine aufgrund dieser einen Deklarierung zerbrochen.

Können Sie sich das im Volksmund "alte Rom" vorstellen, wie reihenweise dessen Soldaten aus den Schnürschuhen kippten, nur weil sie daheim sitzen und sich an einer Medikamentenverpackung festhielten?

Aufgrund eines Posttraumatischen Belastungssyndroms.

Oder fragen Sie einmal die Kämpfer von Napoleon.

Hätte sich die Welt weiter entwickelt, wenn Kriegsgenerationen für Kriegsgenerationen mit einem WHO-Etikett versehen gewesen wären?

Fragen Sie eine überlebende Frau aus dem zweiten Weltkrieg, die ohne Mann, aber mit einigen Kindern alleine da stand. Haben sie und ihre Kinder nichts vom Krieg - wie ein Soldat auch - miterlebt?

Hier in diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, dass es auch mitunter andere Ursachen hat, dieses Posttraumatische Belastungssyndrom, als "nur" das eigentliche Erlebnis -

und nein, wir sprechen hier niemanden ab, dass er unter seinen Erlebnissen nicht leiden würde! Das nicht! Nur es geht nicht, sich als einzigen Allheilweg der Obrigkeit hinzuwenden und den Griff zur Pille zumachen.

Nur damit es "besser" werden könnte.

Dieser Schritt ist nämlich eine sehr vage Hoffnung, wenn wem etwas im Innern quälen sollte.


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Ein Hangar hinter einem "Sicherheits"zaun

Ins Wohnzimmer, bitte!

Nehmen wir an, Sie wären Angehöriger eines Soldaten im Einsatz.

// Für mich ist es nun einfacher die Personen innerhalb eines klassisches Schemas darzustellen:

Er ist der berufstätige Soldat im Auslandseinsatz und sie, seine Frau, die zu Hause mit den Kindern bleibt. Danke für das Verständnis.
//

Schickes Haus, zwei schulpflichtige Kinder, ein Auto, Waschmaschine, Mikrowelle, usw. Einen Freundeskreis, welcher sehr aktiv in der Freizeitgestaltung ist, die Stunden des Yogakurses versäumen Sie als Frau nicht. Jeder Elternabend wird von Ihnen als Eltern gemeinsam besucht, das älteste Kind muss zum Kieferorthopäden, wegen einer Zahnspange. Also kurzum: Eine völlig normale im Alltag eingebundene europäische Familienstruktur.

Sie verpassen nicht einmal Ihre wöchentliche Lieblingssendung im Fernseher.

Machen wir einen Schwenk:

Ihr Mann stammt exakt aus solch einer Familienstruktur, wie oben beschrieben.

Schicker Vorgarten, einmal jährlich Urlaub mit den Eltern und den Geschwistern. Ihr Mann ist in der Pubertät, die Eltern zanken sich nur noch und trennen sich. Doch Ihr Mann verliebt sich das erste Mal und ehe er es sich umschaut, steht er nicht in seiner ersten eigenen Wohnung, sondern in der Wüste und um ihn herum ist die Luft äusserst Bleihaltig.

Zwischen Mikrowellenaufwärmessen aus dem Supermarkt und Computerspiel ist es doch ein langer Weg zur Realität, wenn wer noch freiwillig einen Vertrag zwischen sich und dem Militär unterzeichnet.

Diese unsrige hier erwähnte männliche Person verlässt nun zum Auslandseinsatz seine ihm bekannte Komfortzone. Nämlich sein bisheriges zu Hause.

Dieses zu Hause besteht aus sämtlichen Annehmlichkeiten, die eine moderne Welt bieten kann!

Spulen wir noch einmal ein Stück zurück.

Dieser unser imaginärer Mann lernt Sie zwischen Grundausbildung und Auslandseinsatz kennen, ihr beide heiratet, die beiden Kinder erblicken das Licht der Welt - Euer Leben für eine gemeinsame Zukunft könnte beginnen.

Ihr habt Euch im Laufe der Zeit Eure eigene Komfortzone eingerichtet.

Schickes Haus, zwei schulpflichtige Kinder, ein Auto, Waschmaschine, Mikrowelle, usw. Einen Freundeskreis, welcher sehr aktiv in der Freizeitgestaltung ist, die Stunden des Yogakurses versäumen Sie als Frau nicht. Jeder Elternabend wird von Ihnen als Eltern gemeinsam besucht, das älteste Kind muss zum Kieferorthopäden, wegen einer Zahnspange. Also kurzum: Eine völlig normale im Alltag eingebundene europäische Familienstruktur.

Doch Vorsicht!

Bisher hat keiner der Partner je einmal seine eigene Vergangenheit aufgearbeitet. Die Altlasten aus der Ursprungsfamilie sind mit im Rucksack des neuen Lebens. Sie sind präsent und wirken sich direkt auf die Beziehung aus. Das Paar jedoch "rauft" sich irgendwie durch Kompromisse, durch Schweigen zusammen.

Eines Tages geht er auf Reise und Sie als seine Frau bleiben zu Hause.

Nun geschieht etwas, was beiden in keinster Weise bewusst ist:

Erstens führen beide von nun an eine so genannte Fernbeziehung.

Fernbeziehung bedeutet, die Partner sind sich emotional nahe, dennoch sehr weit voneinander entfernt. Die direkte Teilnahme am Leben ist für beide nicht möglich. Beide Partner entwickeln sich unabhängig voneinander weiter, ohne, dass der andere Partnerpart dieses direkt miterleben kann.

Zweitens verbleibt der eine Partnerpart in der Komfortzone und der andere verlässt diese und "verschlechtert" seine Zone. Begründet auf seinen Beruf und seinem Einsatzort.

Beide Partnerparts entwickeln sich trotz Fernbeziehung jedoch weiter - vorwiegend in der Persönlichkeit, da beide Parts im Alltag ihre Situationen meistern müssen. Daran wird jeder Part auf seine Weise innerlich geformt.

Tageserlebnisse prägen das Innere eines Menschen.

Derjenige, welcher in der gewohnten Komfortzone verbleibt, wird Schwierigkeiten eher beheben, meistern können, da ihm die vertraute Zone eine Art Schutzraum, Geborgenheit, Vertrautes gibt. Wir nennen es auch "das Nest", welches die Frau nun hütet. Sie erobert durch das Fehlen des Mannes, des Vaters Stück für Stück die Organisationsherrschaft über die Geschehnisse, Abläufe des Nestes. Der Komfortzone.

Der andere Part, der in einer komplett anderen Umgebung, einer neuen Umgebung, sich innerhalb weniger Stunden befindet, muss sich unter hohen Anstrengungen in der neuen, für ihn schutzlosen Umgebung, also einer Umgebung ohne Geborgenheit, ohne Vertrautem des ihm Gewohnten und dadurch seiner bisher gelebten "Normalität" zurecht finden.

Dieses würde auch einige Tage andauern, bis sich der Mensch innerlich an diese neue Umgebung, die er nicht einmal freiwillig ausgesucht hatte, angepasst hat. Doch diese Zeit hat er nicht, da er am nächsten Morgen auf dem Platz stramm stehen muss, um seine Befehle entgegen zu nehmen.

Nun kommt noch ein sehr gravierender Punkt hinzu:

Wer hat denn Ihrem Mann, dem Soldaten, die Wahrheit über den Krieg im Allgemeinen erläutert?

Wer hat ihn psychisch darauf vorbereitet auf das, was auf ihn dort wartet?

Theorie und Praxis sind zwei paar Stiefelchen!

Verstehen Sie? Versuchen Sie sich in die Lage zu versetzen:

Sie würden jetzt aufstehen, die Wohnungstür öffnen und Sie stünden in einer völlig anderen Welt, die in keinster Weise dem entspricht, was Sie seit Ihrer Geburt bis heute erlebten:

Nämlich Frieden!

Frieden bedeutet, keine erhöhte Aufmerksamkeit, nicht ständig auf innerlichen auf "180" sein zu müssen, schlafen zu können, essen zu können, was Sie möchten und zu festen Zeiten usw. Sogar können Sie beruhigt auf die Toilette gehen, ohne dass Sie Angst haben müssten, dass ein Alarm losgeht.

Es ist Ihr Bett, Ihr Pyjama,
Ihr Waschbecken, Ihr Wohnungsduft,
Ihr ....

All das ist extrem vertraut!
Das ist tief im Innern verankert!

Das und noch viel mehr ist nun weg -
für einen Soldaten im Einsatz!

Wir machen nun ein Experiment

Der aktive experimentelle Teil für den Daheimgebliebenen
(auch für angehende Soldaten, oder für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen später einer werden zu wollen).

Suchen Sie einen Schützenverein auf und bitten Sie dort ein Mitglied ob Sie einmal eine Pistole oder ein Gewehr in die Hand nehmen dürften. Bitten Sie auch einmal einen Schuss abgeben zu dürfen.

Sie werden erschrecken, weil Ihnen das Geräusch das erste Mal zu Ohren kommt, Sie werden erstaunt sein, wie so eine Waffe funktioniert und Sie werden das erste Mal aktiv darüber nachdenken, welche Auswirkungen eine Patrone haben kann.

Danach werden Ihre Gedanken näher sein bei Ihrem Partnerpart, der im Einsatz ist, als je zuvor! Das ist garantiert. Denn Sie haben nun einmal eine sehr vage Ahnung dessen, was ein Soldat aufgrund eines Befehles machen muss.

Haben Sie sich schon einmal im Leben so richtig erschrocken?
Hat Sie schon einmal im Leben wer richtig erschreckt?
Und zwar bei beiden Varianten so, dass sich Ihre Blase unfreiwillig entleert hatte? Herzrasen dabei gehabt? Schweissausbruch?

Wenn nein, bitten Sie wen, Sie zu einem Ihnen unbekannten Zeitpunkt zu erschrecken.

Dieses Erschrecken ist ein kleines Nachvollziehen dessen, was ein Soldat täglich erlebt. Ja, nach und nach wird dieser "grosse Schreck" vergehen, je öfter Sie sich in Situationen erschrecken - doch das eigentliche Erschrecken wird des Soldaten täglicher Begleiter - da immer eine Bombe detonieren wird.

Nächster Versuch:

Begeben Sie sich auf einen Rastplatz, am besten auf einen Autobahnrastplatz, an dem Lastkraftwagen parken. Lassen Sie sich von einem Freund (eine Freundin) die Augen verbinden und stehen Sie einfach nur still da. Ihr/e Freund/in soll nun einen Lastwagenfahrer bitten den Motor anzumachen und mit dem Standgas zu spielen.

Fühlen Sie den ersten Schreck in sich?
Fühlen Sie die Vibrationen unter Ihren Füssen?
Hören Sie den Dieselmotor?

Gehen Sie völlig in dieser Situation auf, denn es ist eine sehr! vage Annäherung der Militärfahrzeuge, der Panzer, mit denen Ihr Partnerpart täglich konfrontiert wird und ist.

Wenn nun noch hinter Ihnen ein Lastwagen fährt, der Luft aus den Bremsen lässt, und Sie sich durch dieses Unerwartete erschrocken haben, heissen wir Sie in der theoretischen Praxis willkommen!

Auch wäre eine Militärparade oder der Tag der offenen Tür bei der Armee interessant. Damit sich Ihr Bild abrunden kann.

Da Sie aber zu bequem, zu faul sind, all das einmal durch zuziehen um es zumindest annähernd erleben zu können und diesen kleinen Aufwand zu organisieren, werden Sie weiterhin locker in Ihrer Komfortzone verweilen.

Ist ja alles ganz weit weg...
Sicher?




bakusarmy
- BAK - US Army -

BAK? What Do You See?

...
ml_bone_bow...



Dann kommt der Tag der Tage!
Er kommt wieder heim.
(hoffentlich komplett und im Ganzen und lebendig!)

Im Grunde haben Sie all die Monate, die er weg war, das Regiment in der gemeinsamen friedlichen Komfortzone übernommen. Wer hat nun mehr Ahnung von den Abläufen zu Hause? Ja, Sie! Sie, die daheimgebliebene Frau.

Er war ausgeschlossen - aus der Familie, aus den heimischen Geschehnissen, aus dem Alltag.

Sie als daheim gebliebener Part haben sich auch verändert,
sowie auch die Kinder!


Euer zivile Leben ist weiter gegangen. Die Klassenarbeiten, die Zeugnisse der Kinder, die Zahnspange hat die Kinderzähne nun umklammert, der Freundeskreis der Kinder hat sich geändert, Sie absolvieren gerade Ihren Trainerkurs zur Yoagistin usw.

Wir möchten das alles, also Ihre Leistung, nicht schmälern.
Bestimmt nicht!
(wir sind dabei einen Beitrag für die daheim gebliebenen Parts zu erstellen, denn hier gibt es auch so manch ein Punkt, der nicht öffentlich gemacht wird, worüber nicht diskutiert wird - und der Euch hoffentlich genauso Gedankenanstoss werden kann, wie dieser Beitrag)

Zu ihm.
Was ist mit ihm?

Was oben als minimalste theoretisch-praktische Einlage erwähnt wurde, kann und wird nie und nimmer die ganze Dimension des Erlebten Ihres Soldatenmannes aufzeigen können, es kann euch beide aber ein grosses Stück näher bringen! Wenn Sie es einmal aktiv angehen würden.

Daher sei allen Beteiligten folgendes geraten:

Für den Soldaten:

Nie! Nie und nimmer direkt nach einem Einsatz nach Hause gehen in die Zivilisation!

Gehen Sie erst mit Ihrer Kameradengruppe mit der Sie die ganze Zeit des Einsatzes verbracht haben in eine landschaftlich sehr ruhige Gegend. Skandinavien, Russland, Kanada usw. bieten hier hervorragende Möglichkeiten. Buchen Sie einen Flug vor Ihrem Einsatz. So können Sie aus der Militärmaschine aussteigen und in den gebuchten Flieger umsteigen.

Kommen Sie innerlich erst einmal "runter" und verbleiben Sie mit Ihren Kameraden in Ihrer der letzten Monate gelebten zwischenmenschlichen Zone. Diese zwischenmenschliche Zone war Ihr persönlicher Halt, Ihre Orientierung, Ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung usw.

Nur die Kameraden und Sie wissen um das, was Ihr erlebt habt. Dort.
Redet darüber!


Geniesst die friedliche Umgebung -
ohne Einschläge, ohne Hochkonzentration,
ohne Befehl, ohne ... ?

Atmen Sie durch, meditieren Sie, spazieren Sie durch die Natur, singen Sie, beginnen Sie zu schreiben, oder gar zu dichten. Bauen Sie mit den Kameraden Hütten nach alter Herstellungsart. Mit einer Axt werden Sie bestimmt umgehen können, oder? Machen Sie Abends gemeinsam ein Feuer und grillen Sie Ihr Fleisch selbst. Gehen Sie mit den Kameraden gemeinsam auf Jagd. Kommen Sie wieder zu Kräften!

Unterlassen Sie in dieser ersten Phase Ihres neuen Daseins den Kontakt zu Ihrer Familie und wenn Sie beginnen zu fühlen, dass sich Sehnsucht zu Frau und Kind breit macht, dann erst nehmen Sie Kontakt auf.

Wiedervereinigung.

Ja, es wird der Frau sehr schwerfallen, dass kein Kontakt besteht, aber er ist ja in Sicherheit, dort wo er nun ist. Telefoniert zusammen. Stundenlang wenn es sein muss. Hören Sie gemeinsam zu - jeder Partnerpart dem anderen. Beginnt Euch in Geduld zu üben.

Das Erzählte ist das, was den Einzelnen bewegt.

Wenn Ihr beide, Sie als Frau und er als Mann, gemeinsam das Gefühl habt, diese erste Hürde ist überwunden, dann treffen Sie sich. Machen Sie gemeinsam einen Urlaub und zwar nur Sie als Ehepaar! Die Kinder können warten.

Wenn Sie ungefähr zwei Wochen mit Ihrem Partnerpart verbracht haben, den Urlaub gemeinsam geniessen konnten, dann verabschieden Sie sich wieder voneinander. Lassen Sie Ihre Frau "vorfahren" zu den Kinder, den Eltern, den Schwiegereltern. Zum Freundes- und Bekanntenkreis. Es sollte schon mindestens eine Woche zwischen der Abfahrt und der eigentlichen Zusammenkunft der gesamten Familie liegen.

Dann fahren Sie als Mann, als Vater, nach Hause und gewöhnen Sie sich ein. Sie brauchen nun sehr viel Geduld und Zeit für die Kinder. Lassen Sie keinen anderen Besuch zu! Weder Eltern, noch Schwiegereltern, noch Geschwister, Freunde oder Bekannte.

Konzentrieren Sie sich nur auf Ihre kleine Familie.

Geniessen Sie den Neubeginn mit den Kindern. Widmen Sie sich Ihren Kindern als Vater, so intensiv wie es Ihnen möglich ist!

Als Ehefrau sollten Sie nun beginnen Ihren Mann langsam, Schritt für Schritt in den Alltag zu integrieren. Fragen Sie ihn, ob er bereit wäre, als Beispiel einen Staubsauger zu schwingen oder mit Ihnen gemeinsam die Hausaufgaben der Kinder zu sichten.

Vermeiden Sie gemeinsame Einkaufstouren in grossen Centern!
Lassen Sie Fernseher und Computer aus!


An erster Stelle steht die Festigung und der Bau eines neuen Familienfundamentes. Der Heimkehrer muss sich an die neuen Umgebungsgeräusche, an die neuen Düfte, an die Stimmen, an die körperlichen Bewegungen aller Familienmitglieder wieder gewöhnen. Er muss die Unterschiede wahrnehmen - vom Erlebten und von der seinigen heimatlichen Umgebung. Es kann schon ein fahrendes Skateboard vom Sohnemann ein auslösender Faktor sein oder ein Teller, welcher herunter fällt und in Scheiben zerfällt.

Oder wenn das eigene Kind anfängt zu weinen. Der Veteran muss langsam wieder lernen, das Weinen seines eigenen Kindes von dem Weinen des erlebten fremden Kindes zu unterscheiden!

Gewöhnung in Geräuschen innerhalb der heimischen Umgebung ist das A und O in dieser einzelnen Phase von mehreren Phasen, die zu durchlaufen sind. Daher erst einmal ab in die Natur, abgeschottet von allem, damit das Hirn sich auf das Erholen und zugleich auf die innerliche Bewältigung des Erlebten konzentrieren kann. Dann mit dem Partnerpart zusammen sein, im Anschluss alle Konzentration auf die Kinder.

Jede Phase der Rückkehr ist es ein aktiver Abschied von einem Lebensabschnitt und ein Abschied von den Kameraden. Es ist auch eine Trauerarbeit auf unterschiedlichen Ebenen damit verbunden. Daher sollten Sie sich als Veteran sehr viel Zeit lassen, bevor Sie endgültig innerlich ins Heim zurück kehren.

Als heimkehrender Veteran setzen Sie bitte nicht zwingend voraus, dass sich Ihre Frau
nicht für die Ihrigen Erlebnisse, die Sie im Auslandseinsatz erlebt haben, interessieren würde. Daher nehmen Sie beide jeden Abend, wenn die Kinder im Bett sind, Zeit für Gespräche.

Sprechen Sie vorwiegend vorerst nur den Alltag durch. Denn dieser hat nun eine hohe Funktion in der Integration des Soldaten.

Was haben Sie gefühlt, was ist aufgefallen, wie könnte man die eine oder andere Situation umgestalten, damit wieder ein Gemeinsam daraus werden kann? Jeder einzelne Partnerpart sollte so offen wie möglich sich äussern können, wenn es auch schwer fallen wird. Denn beide haben niemals zu vor je über Empfindungen, Gefühle aufgrund von Alltagssituationen geredet.

Sprechen Sie über Ihre Gefühle!

Sagen Sie - egal welcher Partnerpart nun - dass Sie unsicher sind, wenn Sie es in einer Alltagssituation waren, oder sprechen Sie auch Freude aus, wenn Sie sich über das Essen oder eine kleine Geste, ein Ereignis gefreut haben.

Öffnen Sie sich gemeinsam für ein Miteinander. Ihr seid nun beide wieder in der Situation Euch "zusammen zuraufen".

Diese abendlichen Übungen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit das Sprungbrett für eine direkte und offene Diskussion innerhalb eine Partnerschaft - ohne Scheu und Scham über das Erlebte, was ganz tief im Herzen verankert ist.

Wenn beide Partner miteinander das Gefühl haben, dass es nun Zeit für den Rest der Familie ist, dann laden Sie gezielt und geplant nach und nach die restlichen Familienmitglieder zu sich ein.

Aber erst dann!

Werfen Sie keine Party mit allen Freunden, Bekannten und restlichen Familienmitgliedern. Das würde den Heimkehrer nur überfordern.

Ausserdem vergesst nicht, dass Ihr Euch beide momentan in einer Phase befindet, die als Priorität das gemeinsame kommunizieren beinhaltet. Da stehen ganz andere Emotionen, Gedanken, Informationen im Raum - diese gilt es aufrecht zu erhalten und nicht durch Party und Ablenkung zu verschütten.

Auch ist an dieser Stelle nicht zu vergessen: der Soldat muss erst einmal für sich selbst heraus finden, welche Geräusche, Düfte, Ereignisse eine Art Trigger für ihn sind - sein könnten. Die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen und die vertrauensvolle Pflege von Sozialkontakten muss erst wieder im Innern aktiviert werden. Das ist im Laufe des Einsatzes "verschüttet" gegangen, denn wenn ein Soldat auf einen anderen Menschen getroffen ist, dann war das "sein Feind" und demjenigen geht ein Soldat mit höchster Vorsicht entgegen. Wenn überhaupt!

Es ist Stress pur für ihn, wenn er mit der zivilen Gesellschaftsform überschüttet wird!

Bitten Sie sämtliche Eingeladenen so lange für ein nächstes Treffen oder zu einer weiteren Kontaktaufnahme zu warten, bis Sie sich als Paar über das weitere Vorgehen einig sind.

Denn Sie gemeinsam tragen solche Situationen!
Nur Ihr beide!


Es gilt hier, dass sich nicht die anderen mit Euch in Verbindung setzen, sondern
Ihr Euch bei ihnen. Hier liegt nämlich eine Gefahr drin: Meldet sich täglich die Mutter oder die Oma, dann fühlen sich beide Partnerparts innerlich gedrängt, doch die Mama oder die Oma am nächsten Sonntag einzuladen oder dorthin zu fahren.

Nein!
Setzt rigorose Grenzen - für Euch - für Eure kleine Familie.

Lasst Euch nicht "weich klopfen"!

Respektieren Sie auch im Alltag, wenn ein Partnerpart Freiraum für sich persönlich benötigen sollte und konsultieren Sie einen Arzt, einen Therapeuten, wenn Sie gemeinsam bemerken, dass "etwas nicht stimmen" sollte - am Partnerpart selbst oder an wiederholenden Alltagssituationen. Je früher hier von einem Experten eingegriffen werden kann, desto besser.

Für alle Beteiligte!
Daher ist Kommunikation zwischen Euch beiden so furchtbar wichtig.


Seien Sie sich bewusst, jeder von Ihnen hat sich im Zeitraum der Trennung verändert. Dennoch seid Ihr beide zwei unabhängige Menschen, die gemeinsam einen Lebensweg beschreiten möchten.

Fakt ist, dass kein Soldat vor seinem Einsatz so geschult und konditioniert wird, wie es sein sollte oder machbar wäre.

Beispiel:

In anderen Ländern wachsen Kinder schon mit der Jagd von Wild und dessen Schlachtungen auf, damit das Gejagte auch selbst verzehrt werden kann. Sie wissen um das lange Warten, bis ein entsprechendes Tier auf der Lichtung auftaucht. Also die über einen langen Zeitraum benötigte Konzentration. Sie kennen von klein auf den Gebrauch einer Schusswaffe. Sie wissen um die die Schusslautstärke und die Folgen des Schusses. Sie kennen also Blut.

Soldatenausbildung -
schneller Theoriekurs mit ein wenig robben und ballern?


Eine fundierte Ausbildung dauert in keinem Beruf nur ein paar Wochen, sondern es sind viele Monate nötig, um überhaupt nur einen Ansatz dessen zu lehren, was die Grundlage ist.

Als Beispiel die ∞
dreimonatige Grundausbildung der Bundeswehr

Bundeswehr Doku
Grundausbildung und Co. AGA



Wenn nun noch eine Einführung stattfindet, wie Erste Hilfe Kurse und ein mehrmonatiger Aufenthalt auf dem Rettungswagen, damit überhaupt einmal die Konfrontation mit Verletzungen generell statt finden kann, so beugen solche Arbeitgeber dem Posttraumatischen Belastungssyndrom erheblich vor.

Denn ein Ballerspiel am Computer, bei dem ein Gegner erschossen wird, ist etwas anderes, als die Realität. Ein Film im Fernseher, der schön geschminkte und her drappierte Tote zeigt, ist weit vom Betrachter entfernt und er nimmt es nicht mehr wahr.

Solches löst keine Postraumatischen Belastungsstörungen aus.
Aber die Hemmschwelle über diverse Aktivitäten wird im Laufe der Zeit geringer beim Anwender - die Folgen werden jedoch, in der Realität ausgeübt, nicht bedacht!


Gespräche innerhalb einer Truppe, in denen erfahrene Berufssoldaten von ihren Erlebnissen sprechen, bereiten auch die jungen, unerfahrenen Grünschnäbel vor. Ja, eine Erzählung ist dennoch nicht die knallharte Realität, wie sie im Einsatzgebiet vorzufinden ist, aber der einzelne Soldat kann für sich selbst abwägen, ob er dem Auslandseinsatz zustimmt oder nicht. Die Fülle der Informationen und Förderungen mit Hilfe von Schulungen sind hier sehr hilfreich.

Bildet Ihre Armee auf dieser Basis aus?

Haben Ihre Eltern darauf geachtet, dass Sie als Kind schon aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr oder bei einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung waren? Denn alleine schon diese beiden Einrichtungen legen Grundsteine im Leben.

Hierzu zählen unter anderem:

Teamarbeit, die Konfrontation mit Konzentration, mit Disziplin, und das Wissen darum, wenn Mitmenschen völlig
anders sind, als man das aus seiner eigenen wohligen Komfortzone kennt. Das sind Vorbereitungssteinchen nicht nur für das spätere Erwachsenensein, sondern auch für ein mögliches Soldatenleben im Einsatz.

Kanonenfutter und organisierte Strukturen

Auch darf ein Soldat nie vergessen, dass er nur Kanonenfutter für politische Zwecke ist und dadurch missbraucht wird. Ist ihm auch dieser Punkt bewusst, sind die Enttäuschungen später, die er erfahren wird, nicht so gravierend.

Denn viele junge Erwachsene erfahren erst einmal innerhalb ihrer Militärtruppe Zusammenhalt und Vertrauen zueinander und sind masslos enttäuscht, wenn nach der Dienstzeit dieses nicht mehr vorhanden ist bzw. sie es nicht in den eigenen Familienstrukturen vorfinden. Oder nie in einer solchen Familienstruktur aufgewachsen sind.

Bevor Soldaten all dieses erlebten, was sie im Auslandseinsatz sahen, hatten sie nie einen Vergleich über diese Gruppenstrukturen und deren Auswirkungen - weder über die im Dienst, noch über die Struktur der eigenen Familie. Es ist desillusionierend für einen Menschen, wenn er solche Feststellungen machen muss und nach dem Dienst das Gefühl hat nicht mehr "gebraucht" zu werden.

Nur für was gebraucht?

Die Tatsache, dass im Einsatzgebiet völlig andere Regeln des Zusammenlebens, des Zusammenseins gelten, als in einer Zivilgesellschaft, kann einen Menschen erschüttern.

Nun hat er Vergleiche!
Und diese werden unbewusst angestellt in Gedanken.


Auch das sind kleine Mosaiksteine für den auslösenden Reiz einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Wenn ein Mitmensch im zivilen Bereich über (Beispiel) einen herunter gefallenen Spüllappen sich aufregt, kann das bei einem Veteranen nur noch Kopfschütteln hervorrufen, da die Prioritäten sich in seinem Leben nach den Erfahrungen dort draussen komplett geändert haben.

Für ihn kann es belanglos sein, für denjenigen, dem der Spüllappen herunter gefallen ist, in diesem Moment aber nicht. Da prallen just in diesem Punkt zwei konträre Welten aufeinander. Das zu verstehen, und noch vieles mehr, was eine individuelle Rolle im Alltag spielt, ist auch ein Mosaikstein gegen das so genannte Posttraumatische Belastungsstörung.

Daher gilt es miteinander zu reden!
Kommunikation braucht Geduld und Zeit.


Es gibt natürlich noch andere Ebenen, die hier nicht beschrieben sind, da sie den Rahmen sprengen würden. Es spielt die Herkunft des Soldaten, die Erziehung, die soziale Prägung, die innerliche Selbstsicherheit, die mentale Verfassung, die Fülle an Informationen usw. eine Rolle ob er, wenn er wieder nach Hause kommt, sich zurecht finden kann oder nicht.

Der Partnerpart, der zu Hause geblieben ist, sollte nie der eigenen Überzeugung sein, dass, wenn der Auslandseinsatz beendet ist, der andere wieder der alte Part wäre, wie vor dem Einsatz und das Leben so weiter gelebt werden kann, wie vorher!

Das ist ein irrwitziger Irrglaube!

Wer in seiner Lebenszeit bis zum Einsatzort nie Hunger, Tod oder Blut gesehen hat, wird nie psychisch gesund weiter leben können -

hinzu kommt noch, dass niemand der jungen Menschen Todesängste, Panik oder ähnliche Überlebensempfindungen kennen.

Wie auch, wenn die bisherige vertraute Komfortzone noch nie damit konfrontiert wurde?

Es ist schwer wieder ins Zivilleben zurück zu kehren - viele schaffen es nicht. Andere heuern bei Privatfirmen an, welche ihre Angestellten in die Kriegsgebiete beordern und ihnen somit wieder einen "Sinn im Leben" geben.

Stichwort: Internationale Sicherheitsdienste
(hier im Blog schon erwähnt inklusive Verlinkung und Filmdokumentation)

Andere Veteranen finden innerhalb ihrer Einheit und ihres Befehles einen Ausweg und schlagen der Obrigkeit alleine mit ihrem Dasein vor Ort ein Schnippchen und unterwandern buchstäblich das System. Weil sie von klein auf auf ein späteres Militärleben vorbereitet wurden.

Solche Soldaten finden vor Ort Möglichkeiten, wie sie ihren Einsatz menschlich gestalten können und reichen die Hand denjenigen, die bei Leibe nichts für den Zustand in ihrem Lande können!

Das Erlebte an sich heran lassen, offen darüber reden, sei es auch "nur" mit Gott, weil kein anderer Mitmensch greifbar, der zuhört, einfach nur zuhört -

ohne Kommentar und dumme Worte abzusondern ist eines der Geheimnisse, um wieder "auf die Beine" kommen zu können.

Das ist eine sehr hohe Kunst, dieses aktive Zuhören, und wer sich hinzu als Soldat (oder als Angehöriger, welcher dem Veteran hier unterstützend unter die Arme greifen kann) noch ein klein wenig in Psychologie auskennt, kann sich eher am Schopf packen und das Ganze für sich aufarbeiten -

in den meisten Fällen ohne die Erzeugnisse der Pharmaindustrie.

Lieber ein NEIN zu der Entscheidung Soldat als Beruf sagen,
als den Rest des Lebens
mit einem unausweichlichen
JA leben müssen!

Der Inhalt dieses Beitrages erhebt keinen Anspruch darauf, der Wahrheit zu entsprechen. Wir klammern nicht grundsätzlich eine Posttraumatische Belastunggstörung aus und raten zu Arztbesuchen der klassischen Schulmedizin.

Doch es gibt auch andere Möglichkeiten!

Steht auf, Ihr Soldatinnen und Soldaten!
Redet über Eure Erlebnisse.


Vergrabt Euch und Eure Erlebnisse nicht.