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alles auf einen Blick

* * *

Es krachte fürchterlich hinter dem Rücken des Soldaten.

Er liess sich gekonnt auf den Boden fallen und bedeckte seinen Kopf mit seinen Armen. Als er so auf dem Boden lag, rieselte es mehr als nur Sand auf ihn hinunter. Eine kleine Ameise sass wie erstarrt im Sand, als Pierre seine Augen wieder öffnete. Totenstille legte sich im Dorf nieder und die Ameise krabbelte Pierres Ärmel hoch.

So, als wollte sie Schutz bei ihm suchen.

Mit zwei Fingern nahm er sie zärtlich und setzte sie wieder in den Sand. Doch sie wollte sich nicht von ihm trennen -

als Pierre wieder auf seinen Füssen stand, drehte er sich um und sah das Elend. Wie schon hunderte Male vorher.

Denn es war Krieg. Er mitten drin.

Für einen kurzen Moment dachte er an Menschen, die in ihren warmen super gepflegten Wohnzimmern sassen und ihren Computer bedienten. Diese virtuelle Welt schien ihr Krieg zu sein und doch wünschte Pierre sich, dass sie solches, wie das hier, einmal live miterleben könnten.

Denn dann wäre Schluss mit ...

Er dachte den Gedanken nicht weiter, denn solche Realitäten ärgerten ihn immens. Seine Augen sahen das, was ist.

Hier und jetzt.

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Der erste Blick ins Leben sah eine Ameise


In einem der Häuser schlug eine Bombe ein und es gab Tote und Verletzte. Er rannte zu seinem Tuk-Tuk und fuhr die wenigen Meter an den Ort des Geschehens.

Schnell versorgte er die vier verletzten Männer, die eben noch auf ihren eigenen Beinen standen. Es sah schlimmer aus, als es war. Das konnte es aber nicht gewesen sein, sagte ihm seine Erfahrung als Berufssoldat und Krisenerprobter.

Aus dem zerstörten Haus drangen Schreie in die Welt und es kroch eine junge Frau auf allen Vieren aus den Trümmern.

Er wusste, dass er keine Frau anfassen durfte.
Auch nicht als Arzt. Mädchen bis zur Geschlechtsreife ja, aber Frauen? Nein! Drei Armlängen von ihm entfernt stand der Dorfälteste auf noch recht wackeligen Beinen.

Der Alte blickte Pierre an und Pierre?
Er fixierte dessen Stirn.

Der Älteste machte eine schnelle Handbewegung, die der Arzt zu deuten wusste.

Kümmere dich!

Jahrelanges Training mit seinem Assistenten und mit der Unterstützung seines Dienstherren machten ihm diese Welt, die nicht seine war, verständlich. Pierre kann sich noch an die ersten Trockenübungen erinnern. Da lagen Kameraden auf dem Boden der Sporthalle, wanden sich, das Ketchup floss in Strömen und von überall her war Stöhnen und Gekreische zu hören.

Er stand nur da und amüsierte sich über das Spektakel!

Fortsetzung folgt


Amputerade skademarkörer höjer pulsen -
Vorsicht, dieser Film ist nichts für schwache Nerven!